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Hamburger Speicherstadt


Hamburg

Geburtsort von Otto Sprenger und gleichzeitig Stiftungssitz der Dorothea und Martha Sprenger Stiftung ist Hamburg.

Aufgewachsen ist Otto Sprenger in Harburg, einem südlich gelegenen Stadtteil von Hamburg.

Lebenslauf Otto Sprenger

Kindheit

Otto Sprenger wurde 1917 in Hamburg geboren. Seine alleinerziehende Mutter war Arbeiterin in Harburg. Auf Grund der knappen finanziellen Verhältnisse lebte die Familie sehr bescheiden, seine Mutter tat aber alles, um ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen.

Ausbildung

Otto Sprenger machte zunächst eine kaufmännische Lehre, musste dann aber zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht. Er war als Soldat in Polen und Frankreich und wurde mehrfach verwundet. Im besetzten Paris machte er in Abendkursen im „Petit Palais“ das deutsche Abitur nach.
Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft studierte er in Hamburg 13 Semester Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Politologie. Dieses Studium wäre ohne den liebevollen Beistand seiner Mutter Dorothea und seiner Frau Martha nicht denkbar gewesen. Hinzu kam, dass Martha ihn auch finanziell unterstützen konnte, da sie berufstätig war.

Beruf

Otto Sprenger hatte seine Doktorarbeit zum Thema „Probleme des politischen Rundfunks“ noch nicht beendet, als ihm der NWDR (der Vorgänger des NDR) eine Tätigkeit als Meinungsforscher anbot. In verschiedenen Funktionen gehörte er dem NDR bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben an. So kümmerte er sich u. a. um die Neuorganisation des Fernseharchivs. Als Chef des Ressorts „TV-Archive und Fundus“ sorgte er dafür, dass die Organisation stimmte und jeder Regisseur die Szenen und Einstellungen bekam, nach denen er suchte.

Ehrenämter

Als engagierter Gewerkschafter war Otto Sprenger 18 Jahre Vorsitzender der Gewerkschaft RFFU (Rundfunk-Fernseh-Film Union): Er hatte maßgeblichen Anteil an der Schaffung vorbildlicher Tarifwerke im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere im NDR. Eine Reihe von ihm mitgestalteter Regelungen sind bis heute Fundament des geltenden Tarifrechtes geblieben;

- 12 Jahre Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Kunst: So war er entscheidend an der Gründung der Künstlersozialkasse beteiligt, die freischaffenden Journalisten und Künstlern Zugang zu Leistungen aus der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung ermöglicht;

- 10 Jahre im Bundesvorstand des DGB und

- 8 Jahre Chef der Internationalen Vereinigung der TV-Archive.

Alle diese Positionen bekleidete er ehrenamtlich – neben seiner Tätigkeit beim NDR. Darüber hinaus saß Otto Sprenger 20 Jahre als ehrenamtlicher Landessozialrichter und als Landesarbeitsrichter in Gerichtssälen.

Die Stiftungen Otto Sprengers

1999 rief Otto Sprenger die Dorothea und Martha Sprenger Stiftung ins Leben.

Bereits 1985 errichtete Otto Sprenger die nach ihm benannte Otto-Sprenger-Stiftung. Zweck dieser Stiftung ist die jährliche Vergabe eines in der Höhe variablen Preises für die Gestaltung eines herausragenden Fernseh- oder Filmbeitrags an jüngere Film- und Fernsehschaffende. Preisträger sind u. a. Detlev Buck, Andreas Dresen, Caroline Link, Janek Rieke, Sebastian Schipper, Peter Reichenbach und Fatih Akin.

Otto Sprenger starb am 9. Februar 2006 in seinem 89. Lebensjahr.